Spiel mit Formen im Industrial-Stil

Seit einiger Zeit ist die Rede davon, dass der populäre Industrial-Look sich überlebt habe und von neuen, „wärmeren“ Trends verdrängt werde. Weit gefehlt! Das Industrial-Design erfreut sich bester Gesundheit und denkt nicht einmal daran abzutreten. Allerdings zeigt es jetzt sein neues, freundlicheres Gesicht; es schöpft Inspiration aus der Welt der Kunst. Die Vogue erkannte in edlen, geschmackvollen Modellen – vor allem solcher, die sich durch ihren geometrischen Charakter auszeichnen – sogar einen der wichtigsten Trends im Raumdesign für 2017. 

Design im Zeichen von Beton und Glas gehörte in den letzten Jahren zu den unangefochtenen Bestsellern. Minimalistisch aber mutig zugleich, wies es die klassische Herangehensweise an die Raumgestaltung zurück und setzte auf einfache Linien und freie Arrangements. Dieser Stil hatte seine Freunde, aber auch Gegner – eines aber konnte man ihm auf keinen Fall absprechen: Konsequenz in der Gestaltung kühler, teilweise gar asketischer Räume und eine Vorliebe für technische, roh anmutende Ausstattungselemente.

Künstlerische Inspirationen

Das klassische „Urban Industrial“ hat seine konventionelle Formel jedoch allmählich ausgereizt und wird langsam offener für Experimente aller Art, die auch etwas Frische und Humor in sein nüchternes Profil bringen. Taupe oder Greige ersetzen die typischen Grautöne, die rohen, einfarbigen Räume erhalten durch Terrakotta- und Ziegeltöne etwas mehr Wärme. Das Prinzip „Form follows function“, einst das Hauptmerkmal des Loft-Stils, macht zunehmend Platz für eine Ästhetik wie aus einer Galerie für moderne Kunst: Die Elemente der Einrichtung erinnern an kleine Kunstwerke, die avantgardistischen Linien des Designs zitieren lineare Formen, die von den kreativen Skulpturen Alexander Calders inspiriert sind, die sich schon beim kleinsten Windhauch bewegen.

BRITOP – die Frische des neuen Blicks

Das beste Beispiel für eine Leuchte, die zu diesen neuen Trends passt, ist das Modell Telaio aus der Kollektion BRITOP. Das Licht, das bisher einen großzügigen Raum ausgeleuchtet hat, ihm seine Struktur und seinen Oldschool-Charakter verliehen hat, kam entweder aus Fabriklampen mit einem typischen Gitter, oder aus schweren Hängeleuchtern mit Edison-Glühbirnen. Heute lädt BRITOP die Benutzer solcher Räume ein, in einen Dialog mit der Form einzutreten und spielerisch mit ihr umzugehen. Der geometrische Rahmen der Leuchte Telaio ist viel leichter, ihre Silhouette eleganter, ihr Charakter spielt eindeutig auf die Errungenschaften der modernen Kunst an. Die leichte, geometrische Konstruktion der Telaio mit ihrer Chrom-Oberfläche, die eigensinnigerweise geradezu um einen Schirm zu bitten scheint, exponiert die eleganten Glühlampen geradezu. Dieses frische, die stereotypen Vorstellungen von Industrial-Design durchbrechende Modell bewährt sich sowohl in Lofts mit nackten Ziegel- oder Betonwänden, als auch in eher traditionellen Wohnzimmern, deren Besitzer davon träumen, ihnen einen etwas innovativeren Charakter zu verleihen.

Durch die Einbeziehung eines künstlerischen Aspekts wirken die Formen von „Urban Industrial“ nun etwas weniger asketisch; der „gezähmte“ Industrial-Look überrascht mit einer Frische und Leichtigkeit, die mit Sicherheit auch besonders geschmackvoll eingerichtete Räume beleben und die Fantasie der Designer in der nächsten Saison anregen werden.